Das Rheinzaberner Unternehmen Natursteine-Friedebach wird 60 Jahre
Dieses Jahr feiert die Firma Friedebach in Rheinzabern ihr 60-jähriges Bestehen. Bereits im April beglückwünschten Kunden, Geschäftspartner und politische Vertreter die Geschäftsleitung und Mitarbeiter. Vor Kurzem fand nun eine Feier mit gorßer Rabattaktion und einem zu der Jahreszeit passenden, weiß-blauen, bayerischen Frühstück statt. Rund um den Garten- oder Hausbereich bietet Friedebach individuelle Vorschläge und maßgeschneiderte Lösungen. Dabei hat vor sechzig Jahren alles ganz klein angefangen.
1949: der 2. Weltkrieg war vorbei, Deutschland lag noch immer in Trümmern, doch die Lebensgeister regten sich bereits wieder. So auch bei Hugo Friedebach aus Rheinzabern. Der gelernte Kfz-Schlosser besaß nach dem Krieg nicht viel mehr als einen betagten LKW und eine gehörige Portion Kampfgeist.
Im Gründungsjahr der Bundesrepublik Deutschland gründete auch er sein ganz persönliches Fundament für die Zukunft. Den Anstoß dazu lieferteen die Glocken des Rheinzberner Kirchturms, die zur Kirche transportiert werden mussten – Hugo Friedebach mit seinem Lastwagen konnte es bewerkstelligen. Das war der Beginn des Transportunternehmens Friedebach.
Der geschäftstüchtige Unternehmer transportierte, was zu jeder Zeit dringend gebraucht wurde: Baustoffe, Brennstoffe, Futtermittel. Sein LKW-Bestand vergrößerte sich rasch auf sechs Fahrzeuge. Mit den Jahren änderten sich die Ansprüche der Verbraucher – Hugo Friedebach reagierte flexibel und investierte in Spezialfahrzeuge, um seine Kunden mit Kohle und Heizöl zu beliefern. Mitte der 70ger Jahre war die Friedebach-Flotte im Fernverkehr unterwegs, in den Zechen des Ruhrgebiets, des Saarlands und in Frankreich. An seiner Seite: die beiden ersten Mitarbeiter, die bereits als sehr junge Männer in den Anfängen des Transportunternehmens beschäftigt waren und diesem ihr Leben lang die Treue hielten!
Das lag gewiss auch am Charakter des Chefs, der sich nie zu schade war, selbst mit anzupacken. Für seine Leute war er immer ansprechbar, half bei beruflichen und privaten Sorgen und Nöten. Den Ausgleich für dieses anspruchsvolle Tagewerk bildeten seine Frau Elfriede und die beiden Töchter Inge und Bärbel. Ein ganz besonderes Hobby pflegte er zudem mit großer Begeisterung: er konstruierte Miniaturfahrzeuge und baute Elektroautos um. Sein „Solarmobi“ steht heute im Technikmuseum Speyer zur Besichtigung.
Die beiden Tächter waren von klein auf in die Firma des Vaters eingebunden. 1969 stieg die ältere Inge aktiv in den Betrieb ein, sechs Jahre später folgte die jüngere Schwester Bärbel. Bei einem privaten Aufenthalt an der Ostsee Anfang der 80erJjahre kam den beiden jungen Frauen beim Anblick der Kieselsteine eine Idee: Steinvariationen zur Verschönerung und Gestaltung von Teichen und Gärten zu verwenden.
In den Folgejahren wandelte sich die Firma Friedebach vom reinen Transportunternehmen zu einem facettenreichen Anbieter rund um die Landschaftsgestaltung. Das Firmengelände wurde erweitert, die Stammmannschaft und Firmenleitung besuchten regelmäßig Schulungen und Weiterbildungen. Im Fuhrpark standen fortan weitere Spezial-LKWs, Kranwagen und Kipplaster, um Kies, Splitt, Rollrasen, Teichpumpen, Humus, Findlinge und Skulpturen der Kundschaft anzuliefern.
1992 starb Elfriede Friedebach mit nur 68 Jahren – ein schwerer Schlag für ihren Ehemann und die beiden Töchter. Hugo Friedebach selbst verstarb im Jahre 2003. Seine Töchter Inge Krych und Bärbel Weber führen das Unternehmen zusammen mit Alfred Kopf weiterhin ganz im Sinne des Gründers.
„Wir sind bestrebt, unserem Personal einen guten Arbeitsplatz zu bieten. Dazu gehören auch persönliche Kontakte und Beziehungen“, unterstreicht Inge Kryh. Und Bärbel Weber fügt hinzu: „Die Verbundenheit zu den Mitarbeitern ist uns wirklich sehr wichtig; wir sehen auch deren Ehepartner immer gerne bei uns!“ Mittlerweile ist bereits die nachfolgende und damit dritte Generation im Betrieb engagiert – eben ein echtes Familienunternehmen. (cli)
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